
Der CR-3D L1 ist ein industrielles Multimaterial-3D-Drucksystem für die Verarbeitung flüssiger und viskoser Werkstoffe. Die Anlage kombiniert ein unabhängiges IDEX-System mit universeller Werkzeugaufnahme, Dosierköpfen für Flüssigmaterialien und einer integrierten UV-Aushärtung.
Dadurch lassen sich Materialien und Verfahren innerhalb eines einzigen Fertigungsprozesses kombinieren – beispielsweise klassischer Filamentdruck mit Silikon-, Klebstoff- oder Epoxidharz-Dosierung. Der L1 eignet sich besonders für Forschung, Entwicklung, funktionale Multimaterialbauteile und anspruchsvolle industrielle Anwendungen.
Der CR-3D L1 wurde speziell für die additive Verarbeitung von flüssigen und viskosen Materialien entwickelt. Im Gegensatz zu klassischen Filament-3D-Druckern ermöglicht das System die präzise Dosierung von Werkstoffen wie Silikonen, Klebstoffen und Epoxidharzen.
Die Anlage basiert auf der industriellen CR-3D Plattform und kombiniert robuste Maschinenbautechnik mit einem flexiblen Werkzeugkonzept. Dadurch können unterschiedliche Dosier- und Druckverfahren in einem einzigen System zusammengeführt werden.
Das unabhängige IDEX-System ermöglicht den Einsatz zweier separat steuerbarer Werkzeugköpfe. Dadurch lassen sich unterschiedliche Materialien, Düsendurchmesser oder Fertigungsverfahren innerhalb eines Druckprozesses kombinieren.
So kann beispielsweise ein Filament-Druckkopf gemeinsam mit einem Silikon- oder Flüssigmaterial-Dispenser eingesetzt werden. Dies eröffnet neue Möglichkeiten für funktionale Multimaterialbauteile, integrierte Dichtungen, flexible Komponenten oder hybride Strukturen.
Der CR-3D L1 ist insbesondere für die Verarbeitung niedrig- bis hochviskoser Flüssigmaterialien ausgelegt. Dazu gehören beispielsweise:
Damit eignet sich der L1 für Anwendungen, die mit konventionellem FDM- oder FFF-Druck allein nicht realisierbar wären.
Für UV-reaktive Materialien verfügt der CR-3D L1 über eine integrierte UV-Lösung. Lichthärtende Werkstoffe können dadurch direkt während des Schichtaufbaus ausgehärtet werden.
Besonders interessant ist dies für Hochleistungsepoxidharze, die flüssig dosiert und anschließend gezielt ausgehärtet werden. So können komplexe Geometrien und funktionale Multimaterialstrukturen schichtweise aufgebaut werden.
Ein wesentlicher Vorteil des CR-3D L1 ist die universelle Werkzeugaufnahme mit Nullspannsystem. Unterschiedliche Druck- und Dosiereinheiten können schnell aufgenommen und gewechselt werden.
Dadurch ist die Anlage nicht auf eine einzige Materialklasse oder ein einziges Verfahren beschränkt. Das System lässt sich flexibel an unterschiedliche Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsaufgaben anpassen.
Für Flüssigmaterialien können unterschiedliche Dosierdüsen eingesetzt werden. Dadurch lässt sich der Materialauftrag an Viskosität, gewünschte Schichtdicke und Bauteilgeometrie anpassen.
Die Kombination aus präziser Achsbewegung und kontrollierter Dosierung ermöglicht eine reproduzierbare Verarbeitung technischer Flüssigmaterialien – auch bei komplexen Multimaterialanwendungen.
Der CR-3D L1 nutzt ein robustes Cartesian-Motionsystem mit industriellem Maschinenbau. Die mechanische Konstruktion ist auf Wiederholgenauigkeit, Stabilität und zuverlässigen Dauerbetrieb ausgelegt.
Eine Dual-Z-Achse unterstützt die mechanische Ausrichtung des Druckbetts und sorgt gemeinsam mit der automatischen Druckbettvermessung für reproduzierbare Bedingungen zwischen Werkzeugkopf und Druckoberfläche.
Die Druckoberfläche kann automatisch an bis zu 64 Messpunkten vermessen werden. Die Software gleicht Abweichungen aus und unterstützt dadurch eine präzise Parallelität zwischen Druckbett und Werkzeugkopf.
Dies ist besonders bei feinen Dosierprozessen und Multimaterialanwendungen wichtig, bei denen geringe Abstandsabweichungen bereits Einfluss auf den Materialauftrag haben können.
Das Aluminium-Druckbett kann auf bis zu 100 °C beheizt werden und verfügt über das CR-3D MagnetiCR-Swap-System.
Dadurch lassen sich unterschiedliche Druckplatten schnell wechseln und an die jeweilige Materialkombination oder Anwendung anpassen.
Der CR-3D L1 wird über ein integriertes 7-Zoll-Touchdisplay bedient. Zusätzlich steht eine webbasierte Oberfläche zur Verfügung, über die Druckaufträge und Prozesse komfortabel über das Netzwerk gesteuert werden können.
Für die Integration in bestehende Umgebungen stehen USB, Ethernet und WLAN zur Verfügung.
Der L1 richtet sich insbesondere an Unternehmen, Entwicklungsabteilungen und Forschungseinrichtungen, die neue Materialkombinationen oder additive Fertigungsverfahren untersuchen und einsetzen möchten.
Typische Anwendungen sind:
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Grundlagen und Terminologie der additiven Fertigung werden unter anderem in der ISO/ASTM 52900 zur additiven Fertigung beschrieben.
| Bauraum Dual / IDEX | 350 × 350 × 300 mm |
| System | IDEX Multimaterial-System |
| Kinematik | Cartesian |
| Geeignete Materialien | Silikone, Klebstoffe, Epoxidharze und weitere viskose Flüssigmaterialien |
| UV-Aushärtung | integriert |
| Geschwindigkeit | 10–150 mm/s |
| Wiederholgenauigkeit X/Y | ± 0,08 mm |
| Schichtdicke | 0,10–0,5 mm |
| Düsenoptionen | 0,16 / 0,23 / 0,34 / 0,44 / 0,56 / 0,68 / 0,86 / 1,04 mm |
| Werkzeugaufnahme | Nullspannsystem für Filament- und Dosiereinheiten |
| Druckbettvermessung | automatisch mit bis zu 64 Messpunkten |
| Z-Achse | Dual Z |
| Druckbett | beheiztes Aluminium-Druckbett bis 100 °C |
| Druckplattensystem | MagnetiCR Swap |
| Bauraum | geschlossen mit Filtersystem |
| Display | 7-Zoll Touchdisplay |
| Fernzugriff | Web-Oberfläche und Webcam |
| Schnittstellen | USB, Ethernet, WLAN |
| Software | SliCR-3D |
| Herstellung | Made in Germany |